Schafzucht – DEGA Landschaftsgärtner, Ausgabe 21, 2008

Gepostet am Feb 20, 2008 in Presseartikel

Schafzucht, A21 2008
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Firma Geotex in Dermbach: Grüne Hänge dank Schafwollmatten

 
In der Ingenieurbiologie werden häufig Geotextilien wie Jute und Kokosfasern verwendet. Die Existenzgründer Jan und Raik Holland-Moritz gehen neue Wege. Sie entwickelten Erosionsschutzmatten aus Schafwolle, die bereits im Landschafts- und Straßenbau erfolgreich zum Einsatz kamen.
Geotextilien werden bereits seit den 1970er- Jahren eingesetzt. Sie finden aber erst in den letzten Jahren, durch ihre technischen und wirtschaftlichen Vorteile, häufig Verwendung. Sie kommen in der Ingenieurbiologie dann zum Einsatz, wenn man dadurch baulich aufwendigere Stützmaßnahmen aus Steinen oder Holz ersetzen kann und wenn eine einheitliche, vollflächige Begrünung erwünscht ist. Herkömmliche Geotextilien stoßen jedoch schnell an ihre Grenzen. Probleme treten insbesondere bei der Durchwurzelung von Pflanzen auf. Die Neuentwicklung der Brüder Jan und Raik Holland-Moritz aus dem thüringischen Dermbach schafft Abhilfe. Die Geomatte aus Schafwolle erfüllt oberflächennahe Schutz-, Stütz- und Filteraufgaben. Außerdem ist sie begrünbar, das heißt durchwuchs- bzw. durchwurzelungsfähig, und die Matte verrottet vollständig mit all ihren Bestandteilen. Die Idee, Wollstränge als Böschungssicherung zu verwenden, kam den Brüdern während eines Waldspaziergangs. Beim Anblick von Wegen, die vom Niederschlag ausgespült waren, kam der Gedanke, mithilfe von Wollsträngen das Wasser gezielt abzuleiten und damit ein weiteres Ausspülen zu verhindern. Daraus entstand das heutige Produkt – die Geomatte aus Schafwolle. Unterstützung fanden die Existenzgründer im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Dermbach. Dort hatte einige Jahre zuvor ein Unternehmen versucht, Schafwolle als Dämmstoff einzusetzen. Den Sprung in die Marktreife hatte das Produkt jedoch nicht geschafft. Die Erosionsschutzmatte von Geotex ist da bereits einen Schritt weiter.
Den gesamten Artikel lesen Sie in der Printausgabe der „Schafzucht“, 21/2008.